| Kriterium | mangelhaft (0%-50%) | ausreichend (50%-60%) | befriedigend (60%-75%) | gut (75%-90%) | sehr gut (90%-100%) |
|---|---|---|---|---|---|
| Inhalt (Gewichtung ca. 50%) | |||||
| Anspruch und Umfang der Aufgabenstellung (auch: Bedeutung der Aufgabenstellung im Themengebiet, Innovationsgehalt) | Die Aufgabenstellung ist nicht angemessen. | Das Thema reproduziert bekannte Elemente, es ist nur eine minimale Eigenleistung notwendig. | Die Aufgabenstellung ist problemlos mit den Kenntnissen zu bearbeiten. | Der Anspruch des Themas ist der Prüfung angemessen und besitzt herausfordernde Elemente. | Die Aufgabenstellung ist sehr anspruchsvoll. |
| Verständnis der Aufgabenstellung (Thematische Abgrenzung/ wesentliche Aspekte bearbeitet/ fachliche Einordnung) | Die Aufgabenstellung wurde nicht verstanden. | Es sind große Lücken im Verständnis der Aufgabenstellung vorhanden. | Das grundlegende Verständnis der Aufgabenstellung ist erkennbar. | Die Aufgabenstellung wurde größtenteils verstanden. | Die Aufgabenstellung wurde vollständig verstanden. |
| Einordnung in das Fachgebiet (Stand der Technik, intern, extern [Forschung, Unternehmen]; theoretisch/ praktisch) | Es sind wesentliche Lücken erkennbar, die Auseinandersetzung mit relevanten Themen fand nicht statt. | Der Versuch zur Einordnung in das Fachgebiet ist erkennbar, ist jedoch deutlich unvollständig. | Eine grobe Einordnung wurde vorgenommen, ist jedoch an einigen Stellen lückenhaft. | Die sinnvolle Einordnung in das Fachgebiet ist vorhanden, einzelne Aspekte wurde allerdings nicht behandelt. | Die vollständige Einordnung ist vorhanden. |
| Lösung (Konzeption, Realisierung; praktische/ theoretische Aufarbeitung) | Die Herangehensweise wird nicht klar, erscheint unpassend und weist Mängel in der Umsetzung auf. Es ist nur eine geringe Eigenleistung erkennbar. | In Konzeption und Realisierung sind signifikante Mängel erkennbar. Die Eigenleistung ist eher gering. | Der aufgezeigte Lösungsweg ist nachvollziehbar, die praktische Umsetzung zeigt sinnvolle Ansätze. Die Bearbeitung ist aber unvollständig. | Das Lösungskonzept und die Realisierung erscheinen sinnvoll. Die Themen der Aufgabenstellung werden größtenteils behandelt. | Die eigenständige Lösung wird vollständig motiviert, ist sinnvoll gewählt und wurde optimal umgesetzt. |
| Qualität der Ergebnisse/ Evaluierung (Abgleich mit Aufgabenstellung, technische/ User-/ … Tests; Vorgehen; Einsatzmöglichkeit im Unternehmen) | Relevanz und Einsetzbarkeit wird nicht deutlich. Die Lösung wurde nicht oder rudimentär evaluiert. Eine Einordnung der Ergebnisse fehlt größtenteils. | Die Relevanz wird nur ansatzweise deutlich, der praktische Nutzen wird nur teilweise deutlich. Es sind wenige, unvollständige Evaluierungen/ Evaluierungsansätze vorhanden. Eine Einordnung wurde nur rudimentär durchgeführt. | Die Einsetzbarkeit und Relevanz der Ergebnisse ist erkennbar, jedoch nur teilweise durchgeführt. Teilaspekte wurden evaluiert, eine vollständige Evaluation ist nicht vorhanden. Die Einordnung zur Aufgabenstellung/ dem Fachgebiet besitzt deutliche Mängel. | Die Ergebnisse sind grundsätzlich relevant und einsetzbar. Wesentliche Aspekte wurden evaluiert. Die Einordnung der Ergebnisse im Fachgebiet und bzgl. der Aufgabenstellung wurde teilweise durchgeführt. | Die Ergebnisse sind relevant und einsetzbar. Die Lösung wurde vollständig evaluiert. Die Ergebnisse wurden aussagekräftig bzgl. der Aufgabenstellung und dem Arbeitsgebiet eingeordnet. |
| Methodik (Gewichtung ca. 30%) | |||||
| Diskussion/ Schlussfolgerung/ kritische Reflexion/ Fazit/ Ausblick | Eine Auseinandersetzung mit Aufgabenstellung und eigener Leistung findet nicht statt. Ein Ausblick fehlt. | Der Versuch zur Auseinandersetzung mit Aufgabenstellung und Eigenleistung ist nur rudimentär erkennbar und vollständig und nicht plausibel ausgeführt. Ein Ausblick fehlt oder ist nur in Ansätzen erkennbar. | Die Auseinandersetzung mit Aufgabenstellung und eigener Leistung sowie ein Ausblick sind unvollständig vorhanden und weisen erkennbare Lückenauf. | In der Auseinandersetzung mit Aufgabenstellung und der Eigenleistung werden die wesentlichen Aspekte mit Lücken betrachtet. Der Ausblick zeigt naheliegende nächste Schritte auf. | Es findet eine vollständige, schlüssige konstruktiv kritische Auseinandersetzung von Aufgabenstellung und Eigenleistung statt. Der Ausblick zeigt sinnvolle potentielle nächste Schritte auf und bewertet diese im Kontext der Arbeit. |
| Logischer Aufbau und Gliederung | Es ist keine Systematik und kein logischer Aufbau erkennbar. | Der logische Aufbau besitzt deutliche Schwächen, obwohl die typischen Elemente größtenteils vorhanden sind. | Die Struktur ist prinzipiell logisch, besitzt allerdings deutliche Schwächen und Verbesserungspotential. | Der logische Aufbau ist erkennbar und nachvollziehbar, jedoch nicht optimal für die Aufgabenstellung. | Die klare Struktur passt zur Aufgabenstellung und unterstützt die Lösung. Der „roter Faden“ ist deutlich erkennbar. |
| Fachlichkeit/ Fachkenntnis (Wissen/ Methodik aus Studium, ggf. eigenständiges Aneignen erforderlichen Wissens) | Das Wissen aus dem Studium wurde an geeigneten Stellen nicht genutzt. Lücken wurden nicht gefüllt. | Wissen kann reproduziert werden. Das Verständnis fehlt allerdings größtenteils, ein Transfer auf die Aufgabenstellung gelingt nur eingeschränkt. | Es wird versucht, das Wissen aus dem Studium einzusetzen. Dies gelingt jedoch nur zum Teil. Das fachliche Wissen scheint eher oberflächlich erschlossen worden zu sein. | Das grundlegende Verständnis ist erkennbar. Die Lösung setzt das Wissen aus dem Studium im Wesentlichen geeignet ein. Ergänzendes Wissen wurde erarbeitet und ist prinzipiell verstanden worden. | Das Vorgehen zeigt fachliche Souveränität. Das vorhandene Wissen wird zielführend und effektiv mit Überblick eingesetzt. Lücken werden ebenfalls zielführend gefüllt und das dazu notwendige Wissen durchdrungen. |
| Wissenschaftlichkeit (Objektive Darstellung, Belege, Trennung von Fakten und Meinungen, keine technische Dokumentation/ Beschreibung) | Wissenschaftliche Herangehensweisen sind nicht erkennbar. | Die eigene Leistung, Meinung und externes Know-How ist schwer unterscheidbar. Belege fehlen und klare Elemente einer technischen Dokumentation werden genutzt. | Eine exakte Trennung von eigener Meinung/ Leistung und externem Know-How gelingt nicht durchgängig. Es kann eher der Eindruck einer technischen Beschreibung entstehen. | Die wissenschaftliche Herangehensweise ist grundlegend erkennbar. Zum Teil werden subjektive Einschätzung, fehlende Belege, o.ä. verwendet. | Die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens werden vollständig berücksichtigt und umgesetzt. |
| Detailgrad der Darstellung (Oberflächlich? Detailliert?) | Die Darstellung verliert sich in unnötigen Details, der Bezug zur Aufgabenstellung ist häufig unklar, und/ oder notwendige Elemente werden oftmals nicht aufgeführt. | Aus der Darstellung kann grob die Aufgabenstellung/ Konzeption/ Lösung/ … verstanden werden. Dabei sind signifikante Lücken vorhanden und/ oder unnötige Details ausgeführt. | Ein Grundverständnis wird vermittelt. Es fehlen aber Details, um die Darstellung vollständig nachvollziehen zu können und/ oder immer wieder werden Teile zu detailliert (ohne Bezug) dargestellt | Größtenteils ist die Darstellung ausreichend vollständig und hinreichend detailliert. Stellenweise fehlen Elemente bzw. werden zu detailliert ausgeführt. | Die notwendigen Elemente werden vollständig hinreichend detailliert dargestellt, dabei wird die Darstellung unnötiger Details vermieden. |
| Eigenständigkeit der Bearbeitung | Es war keine eigenständige Bearbeitung erkennbar. Die Ergebnisse basieren fast ausschließlich auf Hilfestellungen. | Die Bearbeitung der Aufgabe erfolgte mit wesentlicher Unterstützung. Im Rahmen der Fähigkeiten wurde die eigenständige Bearbeitung angestrebt. | Während der Bearbeitung waren deutliche Hilfestellungen erforderlich. Signifikante eigenständige Elemente sind vorhanden. | Die Bearbeitung der Aufgabenstellung erfolgte größtenteils eigenständig. An einigen Stellen war inhaltliche Unterstützung notwendig. | Die Aufgabenstellung wurde eigenständig bearbeitet. Ggf. erfolgten regelmäßige Informationen zum Stand der Arbeiten. |
| Zusammenarbeit mit Betreuer/ ggf. Kommilitonen, Kollegen | Es fand keine Zusammenarbeit statt, obwohl dies erforderlich war. | Die Zusammenarbeit fand nur eingeschränkt statt und besaß deutliche Schwächen. Der Austausch fand fast nur in Richtig des Kandidaten statt. | Die Zusammenarbeit war verbesserungswürdig. Es wurde z.B. zu früh oder zu spät eine Diskussion angestoßen, der Kandidat benötigt Hilfestellung, … | Die Zusammenarbeit war konstruktiv und kollegial, aber nicht immer optimal. Es findet ein Austausch statt, tendenziell profitiert der Kandidat eher von der Zusammenarbeit. | Die Zusammenarbeit war konstruktiv und kollegial. Es findet ein Austausch statt. Wissen „fließt in beide Richtungen“ |
| Form (Gewichtung ca. 20%) | |||||
| Rechtschreibung/ Zeichensetzung/ Satzbau | Durch die massiven sprachlichen Schwächen ist kaum ein Verständnis möglich. | Aufgrund der sprachlichen Schwächen leidet die Qualität/ Lesbarkeit sehr deutlich. | Die sprachlichen Fehler sind auffällig und beeinflussen die Qualität/ Lesbarkeit. | Sprachliche Schwächen sind erkennbar. Dies Qualität/ Lesbarkeit leidet darunter kaum. | Es sind sehr wenige sprachliche Schwächen zu verzeichnen. |
| Ausdrucksweise (Fachsprache, Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit) | Ein Verständnis ist kaum möglich. Fachsprache wird falsch/ kaum genutzt. | Die Verständlichkeit leidet unter der Ausdrucksweise. Die beschriebenen Elemente können nur teilweise nachvollzogen werden können. Fachsprache wird nicht zielführend eingesetzt. | Die Verständlichkeit ist nicht immer geben. Fachsprache wird nur z.T. geeignet verwendet. | Die Sprache ist größtenteils verständlich und wird zumeist zielführend eingesetzt. | Die Sprache ist sehr verständlich, präzise und zielführend eingesetzt. |
| Zitierweise (Vollständigkeit der Belege, Formale Ausführung, Buchquellen/ Paper/ Internetquellen, Literaturverzeichnis) | Belege fehlten größtenteils. Die Ausführung ist fehlerhaft/ unvollständig. | Es fehlen häufiger Belege. Die Ausführung von Zitaten und Literaturverzeichnis zeigt klare Mängel. Es sind kaum klassische Quellen aufgeführt. | Es fehlen einige Belege. Die Ausführung der Zitate und das Literaturverzeichnis weisen kleinere Mängel auf. Internet-Quellen herrschen vor. | Belege werden größtenteils angeführt. Zitate sind im Wesentlichen formal korrekt ausgeführt. Das Literaturverzeichnis ist ebenfalls größtenteils korrekt. | Die notwendigen Belege sind vollständig. Die Zitate werden formal korrekt ausgeführt und durch geeignete Literatur belegt. Das Literaturverzeichnis ist korrekt ausgeführt. |
| Verzeichnisse (Literatur, Abbildungen, Tabellen, Glossar, Abkürzungen) | Die Verzeichnisse fehlen. Vorhandene Verzeihnisse weisen gravierende Mängel auf. | Die Verzeichnisse sind unvollständig, wesentliche Verzeichnisse fehlen, und deutliche Mängel sind vorhanden. | Verzeichnisse sind vorhanden, aber nicht vollständig. Es sind deutliche Mängel erkennbar. | Die wichtigen Verzeichnisse sind vorhanden und weisen höchstens kleinere Mängel auf. | Die Verzeichnisse sind vollständig und korrekt ausgeführt. |
| Gestaltung/ Layout (Schriftwahl/ -größe, Titelseite, Kopf-/ Fußzeile, Nummerierungen und Verweise, Ränder) | Die Gestaltung ist nicht angemessen. Die formalen Elemente fehlen größtenteils oder besitzen massive Mängel. | Es sind wesentliche Mängel im Layout vorhanden. Formale Elemente weisen signifikante Fehler auf. | Es sind gestalterische Mängel erkennbar. Es fehlen einige formalen Elemente. | Die Gestaltung besitzt kleinere Mängel, ist trotzdem übersichtlich. Die formalen Elemente sind größtenteils vollständig. | Die Gestaltung unterstützt das Verständnis, ist übersichtlich und klar. Die formalen Elemente sind vollständig. |
| Grafiken/ Tabellen/ Formeln/ Code (zielführender Einsatz, optische Qualität, Unterschriften) | Der Bezug zur Arbeit von Grafiken etc. ist kaum erkennbar. Die Form und Qualität ist nicht angemessen. | Grafiken etc. werden nur sehr eingeschränkt sinnvoll eingesetzt. Es können deutliche formale und qualitative Mängel erkennbar sein. | Überflüssige und/ oder fehlende Grafiken etc. schränken das Verständnis ein. Form und Qualität besitzen Mängel. | Grafiken etc. werden im Wesentlichen sinnvoll eingesetzt. Kleinere Mängel in Form oder Qualität können vorhanden sein. | Die Grafiken etc. werden zielführend und unterstützend eingesetzt. Die Form ist korrekt. Die Qualität ist geeignet. |
Bewertungskritierien
Tabelle 1 zeigt die Bewertungskriterien für Bachelor- und Masterarbeiten. Jedes Kriterium wird auf einer Skala von 0% bis 100% bewertet. Die Kriterien werden unterschiedlich gewichtet, wobei die Gewichtung je nach Art und Schwerpunkt der Arbeit variieren kann.
Praktische Hinweise, wie Sie diese Kriterien in Ihrer Arbeit erfüllen können, finden Sie auf der Seite Tipps für Ihre Abschlussarbeit. Informationen zu formalen Anforderungen (Layout, Zitationsweise, KI-Einsatz) finden Sie unter Formale Kriterien.